Digitale Besucherlenkung durch Wayfinding-Infoscreens und Kiosk-Systeme

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Interaktive Terminals spielen heute eine zentrale Rolle bei der digitalen Besucherlenkung, weil sie Besuchern Orientierung, Informationen und Self-Service-Funktionen an einem Ort bieten. Sie ergänzen klassische Beschilderung und helfen, Wege effizient zu finden, Wartezeiten zu reduzieren und Abläufe zu automatisieren. Durch die Kombination von Touchscreens, Kiosken und mobilen Geräten entsteht ein flexibles, situationsabhängiges System, das sich an unterschiedliche Nutzergruppen anpasst.

Wichtiges im Überblick

  • Digitale Besucherlenkung zeigt schnell und einfach den Weg, berücksichtigt wechselnde Räume und unterschiedliche Besuchergruppen und reduziert Stress und Wartezeiten.
  • Wayfinding-Systeme passen Routen dynamisch an, nutzen Positionsdaten und Echtzeitinformationen, um Besucher effizient durch komplexe Gebäude zu leiten.
  • friendlyway bietet Kiosksoftware und digitale Terminals für die digitale Besucherlenkung.

Digitale Besucherlenkung – Grundlagen

Die digitale Besucherlenkung nutzt moderne Technologien, um Orientierung, Information und Service für alle Besucher effizient und nutzerfreundlich zu gestalten.

Herausforderungen der Orientierung in Gebäuden

Schwierigkeiten bei der Orientierung können sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel:

  • Komplexe Gebäudeform und Grundriss.
  • Schlechte Sicht oder unklare Beschilderung.
  • Stress oder Müdigkeit der Besucher.
  • Wenig Erfahrung oder Kenntnisse über den Ort.

Neue Schilder helfen oft nicht ohne übergeordnete Strategie.

Ziele moderner Besucherlenkung

Digitale Besucherlenkung hilft, Besuchern den Weg schnell und einfach zu zeigen, aktuelle Informationen bei Raumwechseln, Sperrungen oder Veranstaltungen bereitzustellen und unterschiedliche Besuchergruppen zu berücksichtigen. So werden Stress, Zeitverlust und Barrieren für Menschen mit Einschränkungen vermieden.

Rolle digitaler Informationssysteme

Digitale Systeme wie Infoscreens, interaktive Karten oder Kioske helfen, statische Wegweiser zu ergänzen. Sie zeigen Inhalte aktuell, situationsabhängig und integriert mit anderen Daten. So entsteht eine einfache und sichere digitale Besucherführung mit klaren Infos, passenden Touchpoints, regelmäßiger Pflege und Datenschutz.

Live-Daten für smarte Entscheidungen

Erfahren Sie, wie Echtzeit-Infos Besucherströme steuern.

Wayfinding Infoscreens – Funktionen und Nutzen

Wayfinding-Infoscreens helfen Besuchern, sich schnell und sicher zurechtzufinden.

Digitale Lagepläne und interaktive Karten

Digitale Lagepläne und interaktive Karten zeigen Besuchern den Weg zu Räumen, Services oder Terminen. Sie nutzen klare Wege, auffällige Orientierungspunkte und gut sichtbare Hinweise, damit sich Menschen leichter zurechtfinden.

Dynamische Wegführung in Echtzeit

Digitale Wegführung passt Routen in Echtzeit an, zum Beispiel bei gesperrten Bereichen oder geänderten Zielen. Sie nutzt dafür Positionsdaten im Gebäude, z. B. über Beacons, geomagnetische Sensoren oder AR, damit Besucher immer den besten Weg sehen. 

Mehrsprachige Informationsdarstellung

Digitale Besucherführung unterstützt oft Mehrsprachigkeit. Zum Beispiel:

  • Informationen in mehreren Sprachen anzeigen, z. B. an internationalen Standorten oder Flughäfen.
  • Klare, einheitliche Begriffe verwenden.
  • Texte kurz und leicht verständlich halten.
  • Symbole zur Unterstützung nutzen.
  • Informationsstruktur so gestalten, dass sie ohne kulturelles Vorwissen funktioniert.

Anpassung an Besuchergruppen

Digitale Wegführung passt sich unterschiedlichen Besuchergruppen an, wie Erstbesuchern, Stammnutzern, Menschen mit Einschränkungen, gestressten Patienten oder Besuchern bei großen Events. Sie bietet barrierearme Routen und berücksichtigt unterschiedliche Fähigkeiten in Software und Hardware.

Wayfinding Infoscreens – Funktionen und Nutzen

Kiosk-Systeme als Bestandteil der Besucherlenkung

Besucherterminals ermöglichen Self-Service und interaktive Unterstützung.

Self-Service Informationsabfrage

Ein Self-Service-Kiosk bietet Informationen auf Abruf: 

  • Ansprechpartner, 
  • Räume, 
  • Abteilungen, 
  • Termine, 
  • Services, 
  • Regeln,
  • Lagepläne.

Solche Kioske unterstützen Besucherprozesse wie Check-in oder Orientierung. Inhalte lassen sich zentral aktualisieren, z. B. bei wechselnden Räumen oder Veranstaltungen.

Check-in und Besucherregistrierung

Digitaler Check-in funktioniert so:

Besucher registrieren sich, bestätigen Regeln und werden automatisch an Hosts gemeldet. Kioske können zusätzlich ID-Prüfungen oder Sicherheitschecks machen. 

Ausgabe von Wegbeschreibungen und Tickets

Kioske geben oft Besucherbadges oder Tickets aus, um Identifikation und Zugänge zu erleichtern. Sie können auch Wegbeschreibungen drucken oder per QR/SMS ans Handy senden, so dass Check-in und digitale Wegführung zusammen funktionieren.

Verbindung von Information und Aktion

Kioske geben nicht nur Informationen, sondern lösen auch Aktionen aus: Hosts werden benachrichtigt, Badges oder Tickets erstellt, Zugänge freigegeben und Besucherströme gesteuert. So verbindet digitale Besucherführung Information, Sicherheit und Ablaufsteuerung in einem Schritt.

Integration von Wayfinding und Kiosk-Systemen

Die Integration digitaler Systeme schafft eine nahtlose, adaptive Besucherführung, die Informationen, Orientierung und Prozesse intelligent miteinander verbindet.

Zentrale Steuerung von Inhalten

Für große Rollouts ist es wichtig, Inhalte zentral zu steuern. Digitale Displays lassen sich aus der Ferne überwachen, aktualisieren und bei Problemen schnell beheben. Moderne Systeme bieten zentrale Verwaltung für mehrere Services und Integrationen.

Konsistente Nutzerführung über alle Touchpoints

Eine konsistente digitale Besucherführung sorgt dafür, dass sich Besucher überall im Gebäude leicht zurechtfinden und Fehlentscheidungen vermeiden. Wichtige Maßnahmen umfassen:

  • Gleiche Begriffe und Bezeichnungen auf allen Touchpoints,
  • Einheitliche Raum- und Ziel-IDs,
  • Einheitliche visuelle Logik auf Displays, Kiosken und mobilen Geräten,
  • Gemeinsame Datenbasis für Infoscreens, Kiosk-Workflows und mobile Weitergabe,
  • Reduzierung von Verwirrung und kognitiver Belastung,
  • Unterstützung des mentalen Modells der Besucher, damit sie Wege intuitiv verstehen.

Synchronisation mit Besuchermanagement-Systemen

Eine Synchronisation mit Besuchermanagement-Systemen verbindet Check-in, Identifikation, Benachrichtigungen, Zutrittsregeln und Protokollierung. Sie kann an Sicherheits-Systeme wie Zugangskontrollen oder Kameras gekoppelt werden, um Abläufe automatisch und nachvollziehbar zu machen. Dabei müssen Datenschutz und DSGVO-Vorgaben beachtet werden, da personenbezogene Daten zwischen den Systemen fließen.

Echtzeit-Daten für Besucherströme

Wayfinding-Systeme nutzen Echtzeitdaten, z. B. von Zählsensoren, Belegungsanzeigen oder WLAN/BLE, um Besucherströme zu steuern. Indoor-Positionierung wie Bluetooth hilft, Menschen in komplexen Gebäuden sicher und effizient zu navigieren.

Vorteile für Unternehmen und Betreiber

Digitale Besucherführung spart Zeit, verbessert Orientierung, entlastet Personal und steuert Besucherströme effizient.

Reduktion von Rückfragen und Wartezeiten

Digitale Wegführung hilft, dass Besucher ihre Ziele schneller finden, Rückfragen seltener werden und Wartezeiten kürzer sind. So wird Zeit gespart und die Nutzung von Personal effizienter, besonders in großen oder komplexen Einrichtungen wie Krankenhäusern.

Verbesserte Orientierung und Besucherzufriedenheit

Digitale Wegführung verbessert die Orientierung und Zufriedenheit der Besucher. Besonders in Krankenhäusern hilft sie, Stress zu reduzieren, Informationen leicht zu finden und aktuelle Hinweise bereitzustellen – etwa über dynamische Karten, situative Hinweise oder Mehrsprachigkeit.

Entlastung von Empfang und Servicepersonal

Unternehmens-Infoscreens entlasten Empfang und Servicepersonal, weil Besucher Routinefragen selbst über Kioske oder Screens beantworten können. So gibt es weniger Nachfragen, weniger manuelle Arbeit und mehr Automatisierung. Zentrale Systeme erlauben zusätzlich Remote-Monitoring und Alerts.Signage‑Remote‑Management beschrieben. 

Effiziente Steuerung von Besucherflüssen

Echtzeitdaten aus Zählsensoren zeigen die aktuelle Auslastung und helfen, Überfüllung zu vermeiden. Digitale Wegführung kann so Besucherströme lenken, Wege anpassen und Personal effizient einsetzen, zum Beispiel bei Events oder in stark frequentierten Gebäuden. 

Technologische Grundlagen

Moderne digitale Besucherführung basiert auf Kiosksoftware und CMS für zentrale Inhaltspflege, stabiler Touch- und Kiosk-Hardware, präziser Sensorik für Indoor-Positionierung und Cloud- bzw. Netzwerkarchitektur für Steuerung, Rollouts und Remote-Monitoring.

Digital Signage Software und CMS

Moderne Kiosksoftware nutzt ein zentrales System, um Inhalte zu erstellen, zu planen, zu verteilen und zu überwachen. Eine typische Kette sieht so aus:

So bleiben alle Inhalte aktuell, zentral steuerbar und sicher.

Touch- und Kiosk-Hardware

Touch- und Kiosk-Hardware umfasst normale Displays, Touchscreens und robuste Kiosk-Gehäuse, oft mit Drucker, Scanner oder Badge-Leser. Für stabile Nutzung werden Geräte im „Lockdown“ betrieben, damit sie nur die vorgesehenen Anwendungen ausführen. 

Sensorik und Datenquellen

Für Standort- und Kontextdaten nutzen Wayfinding-Systeme verschiedene Sensoren. Dazu gehören BLE-Beacons, geomagnetische Positionierung und für höhere Genauigkeit auch Ultra-Wideband (UWB), um Personen in Innenräumen präzise zu orten. 

Cloud- und Netzwerkarchitektur

Cloud- und Netzwerkarchitektur ermöglicht zentrale Steuerung, einfache Rollouts, Content-Verteilung und Remote-Monitoring. Probleme lassen sich oft aus der Ferne beheben, und Sicherheits- sowie Compliance-Anforderungen (z. B. C5-Standards in Deutschland) werden berücksichtigt.

Wayfindung technologische Grundlagen

Sicherheit und Datenschutz

Digitale Besucherführung schützt Daten, sichert Kioske ab, regelt Zugriffe und sorgt mit Monitoring und Fallbacks für Ausfallsicherheit.

Zugriffsschutz und Systemabsicherung

Kioske sind leicht zugänglich, deshalb müssen sie besonders gesichert werden. Schwache Passwörter oder ungeschützte Systeme können sonst angegriffen werden. Ein Lockdown auf Betriebssystem-Ebene verhindert, dass Nutzer aus der Kiosk-Umgebung ausbrechen und, lässt nur die vorgesehenen Apps laufen.

DSGVO-konforme Besucherinformationen

Ein DSGVO-konformes Visitor-Management sorgt dafür, dass personenbezogene Daten rechtmäßig, transparent und zweckgebunden verarbeitet werden. Für Besucher-Check-in sollten insbesondere folgende Punkte umgesetzt werden:

  • Rechtmäßigkeit und Transparenz bei der Datenerhebung sicherstellen,
  • Daten nur für den vorgesehenen Zweck nutzen,
  • Nur notwendige Daten erfassen (Datenminimierung),
  • Besucher über die Verarbeitung informieren und bei Bedarf Einwilligung einholen,
  • Einwilligungen nachvollziehbar dokumentieren, z. B. nach EDPB Guidelines 05/2020.

Rollen- und Rechteverwaltung

Rollen- und Rechteverwaltung schützt Besucherdaten, indem nur autorisierte Personen Zugriff haben. Maßnahmen wie Verschlüsselung, Pseudonymisierung und klar definierte Berechtigungen sorgen für Sicherheit, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit, wie DSGVO und IT-Grundschutz empfehlen.

Ausfallsicherheit und Monitoring

Ausfallsicherheit ist wichtig, damit Besucher nicht verloren gehen, wenn Screens ausfallen. Systeme überwachen den Status, senden Alarme und erlauben schnelle Fehlerbehebung. Oft gibt es Fallback-Inhalte, redundante Geräte oder Netzwerke und klare Abläufe für Störungen, damit die digitale Wegführung zuverlässig funktioniert.

Stressfreie Orientierung für alle

Sehen Sie, wie interaktive Terminals Besucher sicher leiten.

Einsatzbereiche, Implementierung und Betrieb

Digitale Besucherführung hilft in komplexen Gebäuden und Events und wird über Analyse, Planung, Integration und Monitoring betrieben.

Einsatzbereiche

Digitale Besucherführung wird an vielen Orten eingesetzt, besonders dort, wo Gebäude komplex sind, Ziele wechseln und unterschiedliche Nutzergruppen unterwegs sind. Typische Einsatzbereiche sind:

  • Einkaufszentren, Flughäfen, Campus: Komplexe Räume, wechselnde Ziele, heterogene Besuchergruppen.
  • Unternehmenszentralen und Bürogebäude: Infoscreens für Verzeichnisse, Raum- und Meeting-Infos, Kioske für Visitor-Management bis zu Empfang, Aufzügen und Besprechungszonen.
  • Krankenhäuser und Gesundheitswesen: Wichtig für Patienten, Besucher und Personal; inklusives Design reduziert Stress, spart Personalzeit und senkt Barrieren.
  • Industrie- und Produktionsstandorte: Besucherlenkung kombiniert mit Sicherheitsanforderungen wie Zonen, Zutritt und Protokollierung; Integration von Visitor-Management mit Zugangskontrolle.
  • Messen, Events, öffentliche Gebäude: Dynamische Wegführung, temporäre Grundrisse, hohe Besucherzahlen, Mehrsprachigkeit; Live-Routing und mobile Übergaben als typische Funktionen.

Implementierung und Betrieb

Digitale Besucherführung startet mit der Analyse von Besucherwegen, gefolgt von der Planung der Informationsarchitektur. Dann werden Systeme integriert und in Betrieb genommen, während Monitoring, Updates und Remote-Management für einen reibungslosen und skalierbaren Betrieb sorgen.

FAQ

Was versteht man unter digitaler Besucherlenkung?

Digitale Besucherlenkung nutzt Displays, Kioske oder Apps, um Besuchern den Weg zu zeigen und Prozesse vor Ort zu steuern – interaktiv, aktuell und situationsabhängig.

Wie unterscheiden sich Wayfinding und Infoscreens?

Wayfinding ist der Prozess, wie Menschen ihren Weg finden. Infoscreens sind nur das Medium, das dafür Informationen zeigt.

Welche Rolle spielen Kiosk-Systeme?

Kiosk-Systeme ermöglichen Interaktion und Self-Service, z. B. Suche, Registrierung, Badge-Ausgabe oder Benachrichtigungen, und verbessern so Sicherheit und Besucher-Erlebnis vor Ort.

Können bestehende Systeme integriert werden?

Ja, bestehende Systeme können integriert werden. Das passiert über Schnittstellen zwischen Besuchermanagement, Zugangskontrolle und dem CMS. So arbeiten alle Systeme zusammen.

Wie aktuell sind die angezeigten Informationen?

Die angezeigten Informationen können sehr aktuell sein. Durch zentrales Content-Management lassen sich Inhalte schnell planen, aktualisieren und über das Netzwerk auf alle Displays verteilen. Monitoring und Alerts helfen zusätzlich, die Aktualität und Funktion sicherzustellen.

Ist die Lösung barrierefrei umsetzbar?

Ja, die Lösung kann barrierefrei umgesetzt werden. Dafür müssen Barrierefreiheits-Anforderungen jedoch gezielt in Hardware und Software eingeplant werden. Als wichtige Standards gelten EN 301 549 für ICT-Barrierefreiheit und die WCAG 2.2-Richtlinien für Benutzeroberflächen und Inhalte.

Wie werden Inhalte zentral gepflegt?

Inhalte werden zentral über ein CMS gepflegt. Dabei folgt der Prozess einem einfachen Workflow: Inhalte erstellen → planen → verteilen → überwachen.

Das CMS ermöglicht außerdem Scheduling und Remote-Überwachung der Performance.

Ist das System für große Gebäude geeignet?

Ja. Digitale Wayfinding-Lösungen werden speziell für große und komplexe Orte wie Krankenhäuser, Campus oder Flughäfen entwickelt. Durch zentrales Management und eine stabile Netzwerkstruktur kann das System leicht skaliert werden.