(Bevorzugen Sie Videos? Unten finden Sie eine kurze Zusammenfassung.)
Predictive Logistics revolutioniert das klassische Logistikmanagement, indem Daten intelligent genutzt werden, um zukünftige Ereignisse in der Lieferkette vorherzusagen und proaktiv zu steuern. friendlyway erklärt, wie genau das funktioniert, wo es eingesetzt wird und welche Vorteile es Unternehmen bietet.
Schlüsselfakten
- Predictive Logistics macht Logistik proaktiv, indem KI historische und Echtzeitdaten zur Vorhersage von Lieferverzögerungen nutzt.
- Unternehmen sparen Kosten, vermeiden Produktionsstillstände und erhöhen die Kundenzufriedenheit.
- friendlyway integriert Predictive Logistics in Terminals und Check-in-Systeme, liefert Echtzeitdaten und steigert die operative Effizienz.
Was ist Predictive Logistics?
Predictive Logistics beschreibt einen vorausschauenden, datengetriebenen Ansatz zur Planung und Steuerung von Prozessen.
Definition und Grundprinzipien
Predictive Logistics bezeichnet einen datenbasierten Ansatz im Supply-Chain-Management. Dabei werden historische und aktuelle Daten mit KI-gestützten Analysen ausgewertet, um zukünftige Ereignisse in der Lieferkette vorherzusagen.
Es handelt sich nicht um eine einzelne Software, sondern um eine Methode. Algorithmen können:
- große Datenmengen nach Mustern durchsuchen,
- darauf basierend Wahrscheinlichkeiten für kommende Ereignisse berechnen.
So wandelt datengetriebene Logistik reaktive Prozesse in proaktive Planung um, um Lieferverzögerungen zu erkennen und idealerweise ganz zu vermeiden.
Unterschiede zu dem klassischen Logistikmanagement
- Klassische Logistik (reaktiv, beschreibendes Monitoring): Track-&-Trace und Realtime-Tracking zeigen Verzögerungen erst, wenn sie bereits auftreten (z.B. LKW steht im Stau) – man kann nur reagieren und Kunden informieren.
- Predictive Logistics (proaktiv, präskriptive KI): Nutzt Supply-Chain-Prognosen und KI in der Logistik, kennt typische Muster (z.B. jeden Freitag A7) und berechnet vorab, dass Lieferzeiten nicht einzuhalten sind – mit Empfehlungen wie früher losfahren oder alternative Routen.
Warum vorausschauende Planung an Bedeutung gewinnt
Klassische Logistik arbeitet reaktiv: Track-&-Trace zeigt Verzögerungen erst, wenn sie bereits auftreten. Predictive Logistics setzt auf datenbasierte Planung und KI in der Logistik, nutzt Supply-Chain-Prognosen und erkennt Probleme im Voraus. So lassen sich durch präskriptive Empfehlungen Verzögerungen vermeiden, statt nur darauf zu reagieren.
Unternehmen reduzieren Ausfallzeiten, vermeiden Überbestände und Leerfahrten und nutzen Ressourcen effizienter.
Ursachen für Lieferverzögerungen
Lieferketten sind komplex und anfällig für Störungen, die sowohl externe Faktoren als auch interne Prozesse und Informationsflüsse betreffen.
Verkehr, Wetter, Engpässe in der Produktion
Lieferverzögerungen entstehen meist durch das Zusammenspiel externer sowie interner Faktoren wie z.B.:
- Verkehr,
- Wetter,
- Probleme in Produktion und Logistik.
Ein Großteil der Störungen entsteht bereits vor dem Transport, etwa durch Materialengpässe oder Verzögerungen bei Zulieferern.
Mangelnde Kommunikation in der Lieferkette
Für Unternehmen ist mangelnde Kommunikation ein zentrales Risiko, weil Entscheidungen dann auf veralteten oder unvollständigen Informationen beruhen. Fehlende Transparenz führt zu Überraschungs-Verzögerungen, ineffizienten Notfallmaßnahmen und zusätzlichen Kosten. Ein durchgängiger, zeitnaher Informationsfluss in der Lieferkette ist daher entscheidend, um Störungen früh zu erkennen und planbar zu handeln.
Fehlende Transparenz über den Warenfluss
Supply-Chain-Transparenz gibt Unternehmen einen durchgängigen Überblick über Warenfluss und Bestände, anstatt Planung im Blindflug zu betreiben. Fehlende Echtzeitdaten erhöhen das Risiko von Lieferverzögerungen, weil Störungen erst spät erkannt werden. Moderne Logistik-Analytics schaffen eine einheitliche Sicht auf die Supply Chain und ermöglichen proaktives Handeln.

So funktioniert Predictive Analytics in der Logistik
Predictive Logistics hilft, die Lieferketten vorausschauend zu steuern und Verzögerungen zu vermeiden.
Datenquellen und Sensorik (IoT, GPS, ERP)
Für präzise Vorhersagen in der Predictive Logistics ist eine umfassende und vielfältige Datenbasis entscheidend.
- Interne Daten: ERP-Systeme, historische Versanddaten, Telematik-Systeme der Fahrzeugflotte.
- Sensorik und IoT: GPS-Tracker für Position und Geschwindigkeit, IoT-Sensoren für Temperatur, Erschütterungen, Maschinenstatus in der Produktion.
- Externe Daten: Verkehrsdaten, Wetterdaten, Hafen- und Terminalstatus, Social-Media-Feeds.
- Infrastruktur: Cloud-Plattformen oder Datenpools zur skalierbaren Verarbeitung und Vernetzung aller Quellen.
Künstliche Intelligenz und Machine Learning
KI-Algorithmen und Machine-Learning-Modelle analysieren große Datenmengen, erkennen Muster und berechnen Wahrscheinlichkeiten für zukünftige Ereignisse in der Logistik. So ermöglicht der KI-Einsatz eine automatisierte, datengetriebene Planung, die menschliche Disponenten unterstützt und Verzögerungen proaktiv reduziert.
Automatisierte Risikoanalysen in Echtzeit
Logistik-Frühwarnsysteme erkennen kritische Ereignisse wie Hurrikans, Hafenüberlastungen oder Zuliefererprobleme und bewerten deren Auswirkungen auf Lieferungen. So können alternative Optionen sofort berechnet werden, wodurch Störungen vorhergesehen und proaktiv gehandelt wird.
Frühwarnsysteme und Handlungsempfehlungen
KI-basierte Frühwarnsysteme erkennen bevorstehende Störungen in der Supply Chain und alarmieren die Verantwortlichen rechtzeitig. Wichtig ist, dass sie nicht nur warnen, sondern auch Handlungsempfehlungen geben, z. B. alternative Routen oder Anpassungen im Ladeplan. So können Verzögerungen vermieden und die Lieferkette proaktiv gesteuert werden.
friendlyway integriert Terminals, Check-in-Systeme und Dashboards, sodass Echtzeitdaten vom Hof zurück ins System fließen und Prognosen präziser werden.
Vorteile für Unternehmen
Predictive Logistics verbessert die gesamte Lieferkette, indem sie Risiken früh erkennt, Prozesse effizient steuert und Kommunikation proaktiv gestaltet.
Weniger Stillstände und Ausfallzeiten
Predictive Logistics reduziert ungeplante Stillstände, indem Risiken frühzeitig erkannt und Alternativen rechtzeitig aktiviert werden. So werden Ausfälle von Fahrzeugen, Maschinen oder Produktionslinien minimiert und die Lieferkette insgesamt stabiler und effizienter.
Höhere Kundenzufriedenheit durch planbare Lieferungen
Predictive Logistics steigert die Kundenzufriedenheit, indem Lieferungen planbar und transparent gemacht werden.
Was Predictive Logistics bietet:
- Planbare Lieferungen: Präzisere Zusagen durch Prognose von Lieferzeiten.
- Frühzeitige Information: Kunden werden proaktiv über mögliche Verzögerungen informiert.
- Vertrauen und Bindung: Transparente Kommunikation erhöht Kundenzufriedenheit und Markenloyalität.
Genaue Ressourcenzuweisung und Kapazitätsplanung
Dank Predictive Analytics lassen sich Personal, Lager und Fuhrpark effizienter einsetzen, indem saisonale Schwankungen und Bestellmengen präziser vorhergesagt werden. Ein datenbasierter Forecast hilft, Transportplanung zu optimieren, Leerfahrten zu reduzieren und Touren ideal zu konsolidieren. So werden Ressourcen gezielt genutzt, Kosten gesenkt und die Supply Chain anpassungsfähiger.
Proaktive Kommunikation mit Partnern und Kunden
Predictive Logistics ermöglicht eine proaktive Kommunikation mit Partnern und Kunden, indem potenzielle Probleme früh erkannt und transparent kommuniziert werden. So können alle Beteiligten rechtzeitig reagieren, Vertrauen aufbauen und Verzögerungen gemeinsam abfedern.

Integration in bestehende Systeme
Effektive Predictive-Logistics-Lösungen verbinden leistungsfähige IT-Infrastruktur, nahtlose Systemintegration und anschauliche Datenvisualisierung, um Lieferketten proaktiv zu steuern.
ERP-, TMS- und Yard-Management-Anbindung
Damit eine Predictive-Logistics-Lösung effektiv arbeitet, muss sie eng mit ERP-, TMS- und Yard-Management-Systemen verknüpft werden. Durch diese Integration fließen Daten nahtlos, wodurch Prognose- und Frühwarnfunktionen direkt in die bestehenden Prozesse eingebunden werden.
Skalierbarkeit und Cloud-basierte Infrastruktur
Die rechenintensiven KI-Modelle von Predictive Logistics erfordern eine leistungsfähige, skalierbare IT-Infrastruktur, die Cloud-Technologien ideal bieten. Cloud-basierte Lösungen ermöglichen globale Verfügbarkeit, zentrale Updates und einfachen Zugriff für alle Beteiligten, wodurch Supply-Chain-Transparenz über Unternehmensgrenzen hinweg gefördert wird. Zudem erlauben sie flexible Ressourcennutzung und Kosteneffizienz, während die Performance auch bei steigenden Datenmengen stabil bleibt.
Datenvisualisierung und Dashboards
Moderne Predictive-Logistics-Dashboards visualisieren Analysen übersichtlich und liefern für Disponenten oder Management z. B. den Echtzeit-Lieferstatus, Risikoindikatoren und KPI-Trends auf einen Blick. So werden Engpässe schnell erkennbar und datenbasierte Entscheidungen entlang der Lieferkette direkt unterstützt.
Einsatzbereiche in der Praxis
Predictive Logistics findet in unterschiedlichsten Bereichen Anwendung und sorgt dafür, dass Lieferketten effizienter, zuverlässiger und proaktiver gesteuert werden.
Produktion und Fertigung
Predictive Logistics sichert Materialversorgung und optimiert Produktionsabläufe durch rechtzeitige Planung von Zulieferteilen, Rohstoffen und Kapazitäten. Materialbedarfsprognose und Predictive Maintenance erkennen Lieferverzüge und Maschinenstillstände früh und ermöglichen proaktives Handeln. So wird die Fertigung effizienter, Just-in-Time-Prinzipien zuverlässig eingehalten und die Produktion resilienter.
Handel und Einzelhandel
Predictive Logistics optimiert im Handel Bestände und Lieferzuverlässigkeit, indem KI-gestützte Prognosen Nachfrage, Saisontrends und Aktionen berücksichtigen. So werden Überbestände und Out-of-Stock reduziert, Lieferungen beschleunigt und die Supply Chain effizienter und kundenorientierter gesteuert.
Transport und Logistikdienstleister
Für Transport- und Logistikdienstleister – also Speditionen, Frachtführer, 3PLs – ist Predictive Logistics ein Gamechanger im Tagesgeschäft. Hier steht vor allem die optimierte Routen- und Ressourcenplanung im Vordergrund. Durch vorausschauende Analysen können Lieferverzögerungen erkennen und umschifft werden, bevor sie entstehen.

friendlyway Lösungen für Predictive Logistics
friendlyway verbindet digitale Lösungen, intelligente Check-in-Systeme und Dashboards, um die Logistikprozesse an Verladerampen effizienter, transparenter und automatisiert zu gestalten.
Integration in Logistik-Terminals und Check-in-Systeme
friendlyway bietet digitale Check-in- und Terminal-Lösungen für Lkw an, die sich nahtlos in bestehende Logistik-IT (ERP/TMS) integrieren und den physischen Warenfluss direkt mit digitalen Prognose-Tools verbinden.
Fahrer melden sich digital an, das System gleicht Aufträge, Zeitfenster und Rampen automatisch ab und liefert so Echtzeitdaten vom Hof zurück ins zentrale System.
Dadurch entsteht Supply-Chain-Transparenz bis zur Verladerampe, Check-in-Prozesse werden schneller und papierlos, und Predictive-Analytics-Modelle können präzisere Vorhersagen für Wartezeiten, Kapazitäten und Lieferungen treffen.
Automatisierte Zufahrtskontrolle mit Echtzeitdaten
Ein Highlight der friendlyway-Lösungen ist die automatisierte Zutrittskontrolle für Lkw in Echtzeit.
- Früher bedeutete die Ankunft eines Lkw: Manuelle Prüfung durch den Pförtner, Papierdokumente, Telefonate ins Lager.
- Heute ermöglichen friendlyway-Systeme einen vollautomatischen Check-in: Der Fahrer identifiziert sich z.B. mit QR-Code oder RFID am Terminal, das System prüft sofort die Berechtigung und öffnet die Schranke automatisch, wenn alles passt.
Übersichtliche Schnittstellen für Disponenten
friendlyway bietet übersichtliche Dashboards und Schnittstellen für Disponenten, die Live-Daten zu Lkw-Status, Verzögerungen und Kapazitäten klar visualisieren.
Automatisch ermittelte KPIs und Vorhersagen helfen, Engpässe früh zu erkennen und proaktiv zu reagieren. So werden komplexe Prognosedaten handhabbar, operative Entscheidungen erleichtert und Disponenten optimal von der KI unterstützt.
FAQ
Ein Predictive-Logistics-System benötigt historische und Echtzeitdaten aus der Lieferkette, wie Auftrags- und Lieferhistorien, Lagerbestände, Produktionsfortschritte, GPS-Daten, Telematikinformationen sowie externe Daten wie Wetter, Verkehr oder Marktinformationen, um präzise Vorhersagen treffen zu können.
Die Implementierung einer Predictive-Logistics-Lösung kann dank modularer, cloudbasierter Systeme und Pilotprojekten innerhalb weniger Wochen beginnen, während die vollständige Integration je nach Umfang in etwa 3–6 Monaten abgeschlossen ist.
Ja, Predictive Logistics eignet sich auch für KMU, da moderne Lösungen kostengünstig, skalierbar und bereits auf die wichtigsten Prozesse wie Lagerbestände oder Tourenplanung fokussierbar sind, wodurch mittelständische Unternehmen teure Fehler vermeiden und ihre Agilität nutzen können.
Die konkreten Einsparpotenziale von Predictive Logistics liegen in niedrigeren Transport- und Lagerkosten, vermiedenen Vertragsstrafen, reduzierten Produktionsunterbrechungen und insgesamt effizienteren Prozessen, was die Gewinnmarge spürbar steigert.



